Die Zukunft der Arbeit Dialog mit Betriebs- und Personalräten

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten der Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering nahmen die Betriebsräte Friedrich Banach (Randstad), Joachim Wirth (Thyssen Krupp Bochum, Steel Europe AG), Roman Sokolowsky (Ineos Solvents Germany GmbH; Standort Herne) und Dieter Peters, (Evonik) an der Betriebsrätekonferenz teil.
„Was ist geplant, um dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen einen Riegel vorzuschieben? Wie schaffen wir ein gutes Investitionsklima für sichere und gute Arbeit? Und wie verändert sich Arbeit durch Digitalisierung und Industrie 4.0?“, waren die Themen und Fragen der Konferenz.

Die betrieblichen Interessenvertreter machten auch im persönlichen Gespräch mit Michelle Müntefering deutlich, dass eine gesetzliche Regelung zur Eindämmung des Missbrauchs von Werkverträgen und Leiharbeit überfällig sei. Roman Sokoloswky lobte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles für ihren Einsatz für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen: „Es ist richtig, dass Andrea Nahles mit deutlichen Worten die Blockade der CDU/CSU bei der Umsetzung vereinbarter Vorhaben wie die Bekämpfung des Missbrauchs von Werk- und Leiharbeit kritisierte.“ Michelle Müntefering: „Unsere Forderungen sind klar. Bei Leih- und Zeitarbeit muss sich endlich etwas ändern. Seehofer blockiert auch hier. Das ist nicht hinnehmbar. Die Kanzlerin muss jetzt eingreifen.“
Randstad-Betriebsrat Friedrich Banach wies auf die Veränderungen an den Arbeitsplätzen durch Industrie 4.0 hin. „Die Steuerung von Maschinen kann inzwischen auch von Indien erfolgen, die Arbeitsplätze vor Ort sind dadurch gefährdet. Es freut mich, dass die SPD dieses wichtige Thema aufgreift und nach Lösungen sucht.“ Darüber hinaus tauschten sich Michelle Müntefering und die Betriebsräte über die Zukunft des Ruhrgebiets aus.