Pressebericht: Michelle Müntefering mit SPD-Ruhrgebietsabgeordneten auf Kulturtour im Ruhrgebiet

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Im Rahmen einer Kulturtour besuchte Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordnete für Herne-Bochum II, am Donnerstag, den 19. September 2019, gemeinsam mit den SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet besondere Institutionen der Kultur- und Bildungsarbeit in der Region. Mit der Kulturtour wollen die Abgeordneten die Bedeutung des Ruhrgebiets als internationalen Kulturstandort deutlich machen. Die Abgeordneten besuchten das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg, die UNESCO-Projektschule Ricarda-Huch-Gymnasium in Gelsenkirchen, das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. (IBB) in Dortmund und das LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Michelle Müntefering zur Tour: "Ohne Kunst und Kultur kann gesellschaftlicher Wandel nicht verarbeitet und gestaltet werden. Über Kunst und Kultur kann sich die Gesellschaft - auch über Landesgrenzen hinweg - mit Fragen und Antworten zu den Themen unserer Zeit auseinandersetzen. Dies ist ein wichtiger Beitrag, den die Kultur- und Bildungseinrichtungen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Gesellschaft leisten. Das wollen wir mit dieser Kulturtour sichtbarer machen."

MKM in Duisburg:

Gemeinsam mit den beiden Duisburger SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Mahmut Özdemir besuchte Frau Müntefering zuerst das MKM Museum Küppersmühle und die Ausstellung "Melting Pott" von Till Brönner. Die Abgeordneten waren sich einig: Die Ausstellung zeige, das Ruhrgebiet als Schmelztiegel, der dennoch eine eigene Identität entwickelt habe. Diese Auseinandersetzung mit der eignen Identität sei wichtig, um im fortschreitenden gesellschaftlichen Wandel die Orientierung zu behalten. Müntefering ergänzte: „Till Brönner zeigt uns mit seinen Fotografien auch: Erinnern heißt nicht Verweilen - Erinnern heißt vor allem: Fragen für die Gegenwart und Zukunft formulieren und verhandeln. Und das können wir hier im Ruhrgebiet.“

UNESCO-Projektschule Ricarda-Huch-Gymnasium Gelsenkirchen:

In einem gemeinsamen Gespräch mit SchülerInnen und LehrerInnen informierten sich die Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering, Markus Töns und Michael Groß darüber, wie das Gymnasium seine Rolle als UNESCO-Projektschule ausgestaltet. Müntefering: „UNESCO-Projektschulen, wie das RHG, geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eigene Ideen zur Fragen der Nachhaltigkeit und des globalen Miteinanders zu entwickeln und einzubringen. Aber sie sind noch mehr: Ich bin beeindruckt, wie engagiert die Schüler diese wichtigen Themen in die Schulgemeinschaft, die Familien und Freundeskreise tragen. Sie leisten hiermit wichtige Arbeit, die wir Politiker weiter unterstützen müssen."

Mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen sich die Schüler auch ganz praktisch, indem sie aus gebrauchten Gegenständen und Verpackungen neue Artikel wie z.B. Taschen und Schlüsselanhänger anfertigen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf unterstützt die UNESCO-AG soziale Projekte in Gelsenkirchen.

Internationales Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) in Dortmund:

Im Anschluss besuchten Sabine Poschmann, MdB für Dortmund II, und Michelle Müntefering das IBB in Dortmund.  Sieben Jugendliche aus Dortmund, Waltrop und Haltern erzählten über ihre Gedenkstättenfahrten nach Majdanek und Auschwitz in diesem Jahr. „Ich war selbst als 16-Jährige in Bergen- Belsen und hatte als Jugendliche die Gelegenheit, mit einer Zeitzeugin zu sprechen“, erzählte Michelle Müntefering. Diese Begegnung sei für ihr Leben prägend gewesen. In den Koalitionsverhandlungen war es ihr wichtig, dass mehr Jugendlichen ein Besuch in einer Gedenkstätte ermöglicht wird. „Jede Generation muss selbst einen Zugang zur Geschichte finden. “, ermutigte Staatsministerin Müntefering die Jugendlichen. „Das wichtigste ist, dass wir alle aus der Geschichte lernen, denn Demokratie ist nicht selbstverständlich.“ 

Mit dem Programm „Jugend erinnert“ wurden die Fördermittel für außerschulische Gedenkstättenfahrten für 2019 und 2020 auf jeweils 1,25 Millionen Euro aufgestockt (nach 750.000 Euro im Jahr 2018). Träger der außerschulischen Jugendarbeit können Fördermittel für Gedenkstättenfahrten bei der IBB gGmbH als Zentralstelle für Gedenkstättenfahrten beantragen. Die beiden Politikerinnen, beheimatet in Dortmund und Herne, interessierte deshalb besonders, welche Erfahrungen die Jugendlichen auf ihren Gedenkstättenfahrten gewonnen hatten.

LWL-Museum für Archäologie in Herne:

Abschließend eröffnete Frau Müntefering als Schirmherrin die Sonderausstellung Pest, des LWL-Museums für Archäologie in Herne. Müntefering: „Seuchen haben auch immer eine soziale Dimension. In dieser Ausstellung sehe ich auch eine aktuelle globale Debatte. Darum setzen wir mit unserer Politik im Auswärtigen Amt auf Kraft und Austausch von Diskurs und Ideen. Wir investieren mit unserer internationalen Kulturpolitik in Frieden und Kooperation, indem wir Menschen zusammenbringen und Brücken zwischen Gesellschaften schlagen. Ich gratuliere der Direktorin und dem Organisationsteam zu dieser besonders gelungen Ausstellung und empfehle jedem, sich auf den Weg zum LWL in Herne zu machen. Es lohnt sich!“

Die Sonderausstellung „Pest!“ präsentiert vom 20.9.2019 bis 10.5.2020 im LWL Museum für Archäologie Herne anhand von ca.300 archäologischen und kulturgeschichtlichen Exponaten etwa aus London, Hongkong, und Marseille, aber auch aus Köln, Münster und Bochum die faszinierende Geschichte der Pest und ihre Folgen.